Der Ausbau konnte mit Spenden alleine nicht finanziert werden. Daher hat der Verein Kredite aufgenommen. Derzeit hat die Vipassana-Vereinigung e.V. Kredite in Höhe von knapp 1,7 Mio.€. Hiervon kommen ca. 620.000 € von Meditierenden, die restlichen Darlehen sind Bankkredite. Für die Kredite müssen Zinsen gezahlt werden, und sie müssen regelmäßig getilgt werden.
Wegen der Corona Pandemie konnten im Jahr 2020 von März bis Mai sowie von November bis Jahresende keine Kurse stattfinden. Auch in diesem Jahr konnten bisher aufgrund behördlicher Vorschriften keine Kurse stattfinden und es ist derzeit noch ungewiss, wann wieder Kurse angeboten werden können.
Spenden sind nicht dazu da, die Kurse zu finanzieren, die man selbst gesessen hat. Die Meditierenden spenden, um anderen in der Zukunft die Teilnahme an einem Kurs zu ermöglichen. Da während des Lockdowns keine Kurse stattfinden, gehen auch die Spendeneinnahmen der Vipassana-Zentren stark zurück.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: wir erhalten auch Spenden, wenn keine Kurse stattfinden, z.B. durch Überweisungen und Daueraufträge. Diese Spenden haben das Zentrum bisher gut durch die kurslose Zeit getragen, so dass die laufenden Kosten gedeckt werden konnten. Erfreulich ist außerdem, dass diejenigen, die ein privates Darlehen an die Vipassana-Vereinigung gegeben haben, bisher ihre Darlehen nicht unerwartet zurückgefordert haben.
Allerdings schmelzen die finanziellen Reserven des Vereins, so dass es deutlich schwieriger werden dürfte, den Bau von Einzelzimmern voranzubringen, die von vielen Meditierenden erbeten werden. Außerdem muss der Verein vielleicht noch zusätzliche Kredite in Anspruch nehmen, wenn die Spendeneinnahmen durch die Pandemie weiterhin niedrig bleiben.
Im Herbst fanden zwei Non-Center-Kurse in Birnbach statt. Es konnten insgesamt über 200 Teilnehmende und Helfende bei den Kursen dabei sein. Die anderen Non-Center-Kurse in Deutschland mussten 2020 leider abgesagt werden.
Die staatlichen Unterstützungsleistungen stehen der Vipassana-Vereinigung nicht im vollen Umfang zur Verfügung, da eine Auszahlung oftmals an die Bedingung geknüpft ist, dass Festangestellte beschäftigt sind. Wo es möglich ist, wird staatliche Unterstützung aber beantragt. Auch wenn die bisherige staatliche Auszahlung an die Vipassana-Vereinigung von ca. 9.000 € nicht sehr hoch war, trug sie dennoch zur finanziellen Unterstützung des Zentrums bei. Hilfreich für das Zentrum war, dass von Juni bis Oktober 2020 Kurse stattfinden konnten, wenn auch mit geringerer Teilnehmeranzahl.
Die Betriebskosten sind dank der helfenden Hände von Ehrenamtlichen relativ niedrig. Dennoch gibt es einen größeren Teil an Fixkosten. Diese entstehen zum Beispiel durch Wartungsverträge für die Gebäude. Im Jahr 2020 wurden nur für Wartung und Instandhaltung ca. 28.000 € ausgegeben. Der Verein hat seit März 2020 noch stärker als früher darauf geachtet, dass zusätzliche Ausgaben vermieden werden.
Die finanzielle Lage der Vipassana-Vereinigung ist angespannter, aber nicht bedrohlich. Das Spendenaufkommen ist durch den Ausfall der Kurs deutlich zurück gegangen. Außerdem haben wir regelmäßige, relativ hohe fixe Kosten und weiterhin Schulden durch den Ausbau. Um mit dem weiteren Ausbau (größere Speisesäle, größere Küche und mehr Einzelzimmer) möglichst bald beginnen zu können, muss das Spendenaufkommen wieder ansteigen und stabil bleiben.
Wir hoffen, dass bald wieder Kurse in Dhamma Dvara stattfinden und dass im Laufe des Jahres 2021 insgesamt wieder viele Vipassana-Kurse weltweit angeboten werden können.